Lehrer und Gurus

Meine Lehrer

Sharon Gannon (Tripura Sundari)
Sharon Gannon begann ihre Suche nach Befreiung bereits nach ihrer Geburt am 4. Juli in Washington D.C. Sharon sind in der Kunst eine Möglichkeit sich selbst zu entfalten und ihr künstlerisches Schaffen bereicherte und inspirierte die New Yorker Kunstszene. 1984 begann sie mehr und mehr Yoga zu unterrichten, weil sie das Gefühl hatte den Menschen auf noch direkterem Weg etwas geben zu können. Sharon übt Yoga seit 1976 mit vielen Lehrern, vor allem Shri Brahmananda Saraswati, Swami Nirmalanada, Shri K. Pattabhi Jois, Swami Shankarananda, Shyam Das and Bhagavan Das. Sharon ist eine grossartige Lehrerin, die es versteht ihr Wissen über die yogischen Lehren, ihre fortgeschrittene Asana und Meditationspraxis an ihre Schülerinnen weiterzugeben. Sharon lebt was sie unterrichtet und inspiriert durch ihr Schaffen hunderte von Yogabegeisterten.

David Life (Deva Das)
David Life ist in einer kleinen Stadt in Michigan aufgewachsen. Später hat er Kunst und Psychologie studiert. Von klein auf hat er sich für Metaphysik und Spiritualität interessiert. Er verbrachte mehrere Jahre als yogischer Mönch und wurde schliesslich sogar vom Dalai Lama dem 14. zum Mönch geweiht. David hat Yoga bei vielen verschiedenen Lehrern studiert, vor allem Shri Brahmananda Saraswati, Sri Swami Nirmalananda und Shri K. Pattabhi Jois (von welchem er die Erlaubnis erhielt die erste Serie des Ashtanga zu unterrichten). Seine Yogapraxis wird unterstützt durch sein Interesse an der Kunst, Literatur und Metaphysik. Davids Klassen sind voller Metaphern, inspirierender Musik, Energie, Humor und Spontaneität. Davids Lehren werden weltweit geschätzt und er wird als „teacher’s teacher“ – als Lehrer der Lehrer betrachtet.

Yogeswari (Estelle Eichenberger)
Geboren und aufgewachsen ist Yogeswari in der Schweiz. Sie hat viel Zeit in mediterranen Ländern, im Mittleren Osten, Asien und Südamerika verbracht und wurde dadurch stark geprägt.

Ihr Interesse an Yoga, Hinduismus und Buddhismus entfachte bereits in ihren Jugendjahren, bevor sie 1996 Jivamukti Yoga für sich entdeckte. 1999/2000 absolvierte sie das Jivamukti Teacher Training Programm bei Sharon Gannon und David Life.
Yogeswari ist jeweils sechs Monate pro Jahr Lehrerin im Jivamukti Yoga Center in New York City und verbringt die anderen Monate unterrichtend auf der ganzen Welt. Yogeswari kann in fünf Sprachen unterrichten. Sie hat schon viel Schülerinnen und Schüler als Mentorin begleitet und co-unterrichtet gemeinsam mit Sharon Gannon und David Life die Jivamukti Teacher Training Kurse in den USA und in Deutschland.

Yogeswari hat einen M.A.-Abschluss in Tanz, Choreographie und Internationaler Feministischer Sportpsychologie der Galatin-Schule der Universität New York und einen B.F.A.-Abschluss in Tanz an der Universität Temple. Zusätzlich hat sie zehn Jahre lang Afrikanischen und Karibischen Tanz und Perkussion studiert, sowie Capoeira und Hip Hop. Sie hat ein Diplom in Spanischer Kulturwissenschaft der Universität Complutense in Madrid und hat in Berlin an der Freien Universität Ethnologie, Theater und Islamwissenschaften studiert.

Yogeswari ist Gründerin und Präsidentin der AZAHAR Foundation (eine internationale, non-profit Organisation) die interkulturelles Verständnis und gewaltfreie Konfliktlösung durch Yoga und Kunst fördert.

Jeffrey Cohen
Jeffrey Cohen hat einen Bachelor-Abschluss der Universität Michigan in Psychologie, ist Advanced Certified Jivamukti Yoga Teacher und Mitbegründer der Jivamukti Schule in Charleston.
Sein Interesse an Yoga hat seinen Ursprung in seiner Vergangenheit aus einer Mischung von Kunst, Sport, Suchtproblematik, Verhaltensproblemen, und einer „alternativen“ Ausbildung.
Sein Scheitern, auf traditionelle Methoden der Psychotherapie anzusprechen war der „Keim“, der ihn zur Erkenntnis geführt hat, dass man nur durch göttliche Gemeinschaft (satsang) und Hingabe Heilung, Demut und Erlösung erfahren kann.
Er ist ein Botschafter für Yoga und gibt Klassen, Retreats und Workshops auf der ganzen Welt. Jeffrey dient dem hauseigenen Jivamukti Yoga Teacher Training Programm als Hauptleiter. Er hat für diverse Video- und Radioprojekte u.a. mit Russell Simmons und Martha Stewart zusammengearbeitet.
Jeffrey ist bekannt für seine Rauheit, seinen Humor, seine Wärme, seine Sachlichkeit und Aufrichtigkeit. Seine Stunden sind strukturiert durch eine perfekte Mischung aus akustischen Schwingungen, Strenge und praktischer Unterstützung.

Gurus

K. Pattabhi Jois
(Krishna Pattabhi Jois 26. Juli 1915 in Kowshika, Karnataka; † 18. Mai 2009 in Mysore, Karnataka) war von 1927 bis 1945 einer der frühen Schüler von T. Krishnamacharya und gilt als bedeutender Vertreter des Hatha-Yoga. Das von ihm gelehrte Hatha-Yoga-System, das heute unter dem Namen „Ashtanga Yoga“ bzw. „Ashtanga (Vinyasa) Yoga“ bekannt ist, hat er selbst von Krishnamacharya gelernt. Der Name „Ashtanga Yoga“ verweist auf den achtgliedrigen Pfad des Patanjali (Raja Yoga), der den geistigen Hintergrund seines Systems aus Asana (ruhige Körperstellung) und Pranayama (Atemübungen), bildet. K. Pattabhi Jois bezog sich außerdem auf Krishnamacharyas vinyasa krama Prinzip. „Vinyasa“ bedeutet eine Asana-Praxis, in der das Asana nicht statisch als gehaltene Stellung ausgeführt wird, sondern dynamisch in einer festgelegten Bewegungsabfolge mit dem Atem verknüpft wird.
K. Pattabhi Jois studierte von 1930 bis 1936 Sahitya Veda und Advaita Vedanta am Sanskrit College in Mysore. Von 1937 bis 1973 unterrichtete er dort Yoga. K. Pattabhi Jois trug den Titel eines „Vidwan“ (was ungefähr dem Titel eines Professors entspricht). Später bekam er von anderen Institutionen auch die Ehrentitel Honorary Professor of Yoga, Yogasana Visharada und Shastra Nidhi verliehen. 1948 eröffnete er in seinem Wohnhaus in Lakshmipuram (Mysore) eine kleine Yogaschule, das „Ashtanga Yoga Research Institute“, das 2002 in ein größeres Gebäude in Gokulam (Mysore) umzog und seit 2008 „K. Pattabhi Jois Ashtanga Yoga Institute“ heißt. Seine Schule öffnete K. Pattabhi Jois auch westlichen Schülern. Zu seinen europäischen Schülern gehörte u.a. André van Lysebeth. Bekannt wurde er aber v. a. durch seine US-amerikanischen Schüler, z. B. David Williams, der ihn 1975 zum ersten Mal in die USA brachte. Sein Buch „Yoga Mala“, das er 1962 in seiner Muttersprache Kannada veröffentlichte, erschien 1999 auch auf Englisch.
K. Pattabhi Jois hatte mit seiner Frau Savitramma, mit der er von 1937 bis zu ihrem Tod 1997 verheiratet war, drei Kinder (die Tochter Saraswathi und die Söhne Manju und Ramesh).

T. Krishnamacharya
(Tirumalai Krishnamacharya; 18. November 1888 in Muchukundapura, Karnataka; † 28. Februar 1989 in Madras, Tamil Nadu war ein Indischer Yoga-Lehrer, Ayurveda-Heiler und Gelehrter. Er wird häufig als „Vater des modern Yoga“ bezeichnet. Krishnamacharya, der alle sechs Grade des vedischen Darshans (Indische Philosophie) erreichte, gilt als einer der einflussreichsten Yoga-Lehrer des 20. Jahrhunderts, dem die Wiederbelebung des Hatha Yoga zugeschrieben wird.
T. Krishnamacharya stammt aus dem Dorf Muchukundapura im Distrikt Chitradurga. Unter der Schirmherrschaft des Maharadschas von Mysore, Krishna Raja Wadiyar IV. reiste Krishnamacharya durch Indien um Yoga-Vorlesungen und -Vorführung zu geben, unter anderen Kunststücken auch das Anhalten des Herzschlags. Er gilt als der Architekt des Vinyasa-Yoga, durch die Kombination von Atmung und Bewegung. Grundlage für die Lehre Krishnamacharyas war das Prinzip „Lehre was für den Einzelnen angemessen ist.“ Während er in anderen Teilen der Welt als Yogi bekannt wurde, wird Krishnamacharya in Indien vor allem als Heiler verehrt, der Gesundheit und Wohlbefinden mit Mitteln der ayurvedischen und yogischen Traditionen wieder herstellte. Er verfasste vier Bücher über Yoga: Yoga Makaranda, Yogaasangalu, Yoga Rahasya und Yogavalli wie auch mehrere Abhandlungen und Gedichte. Nach der indischen Unabhängigkeit etablierte er seine Yoga-Schule in Madras.
Unter Krishnamacharyas Schülern sind einige sehr renommierte Yoga-Lehrer wie sein Sohn T. K. V. Desikachar ( 1938), Indra Devi (1900–2002), sein Schwager B. K. S. Iyengar ( 1918), K. Pattabhi Jois (1915–2009), und A. G. Mohan ( 1945).
weitere Informationen unter: http://www.yogakshemam.net/German/SriT.Krishnamacharya.html

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Shri Swami Nirmalananda
Shri Swami Nirmalananda wurde am 2. Dezember 1924 in der Region Malabar, Kerala Indien geboren. Am 10. Januar 1997 ist er in Balliligiri Rangana Hills, Indien gestorben.

Swami Nirmalananda glaubte an die Kraft der Selbstbestimmung und nannte sich selbst „Anarchist Swami“. Er führte David Life in den 1990er Jahren in die Sannyas (Menschen, welcher der Welt entsagt hat und in völliger Besitzlosigkeit lebt) ein. Swami Nirmalananda war Naturalist und „Mauni“ und lebte elf Jahre lang in Stille.

„Solange die Individualität nicht transzendiert, können wir nicht abschätzen, was allgemein gültig ist und solange wir nicht sterben, während wir leben, können wir nicht abschätzen, was das Ewige Leben ist. Unser Verstand kann nur eine Sache auf einmal denken und funktioniert immer nur im Bereich der Dualität wie ‚gut und böse‘, ‚Genuss und Schmerz‘, ‚Glück und Kummer‘. Wenn wir nicht über diese Gegensätze hinauswachsen, werden wir nicht fähig sein, zu erkennen, was der wahre Zustand unseres Daseins ist.“

“Love not anyone, not even God!
Our picking and choosing love brings misery.
Instead, let God love you. Be Love itself.”
– Shri Swami Nirmalananda

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Brahmananda Saraswati
( 1870 im Dorf Gana bei Ayodhya; † 1953) war ein hinduistischer Guru. Er wurde in eine Brahmanen-Familie in Nordindien (heute Uttar Pradesh) geboren. Bereits mit neun Jahren verließ er sein Zuhause, um sich ganz seinem spirituellen Weg in Zurückgezogenheit zu widmen. Ungefähr im Alter von 14 fand er in Uttarkashi im Himalaya seinen Meister, Dandi Swami Krishnanand Saraswati. Später zog er sich auf Anweisung seines Meisters in eine Höhle zurück und beschloss, diese nicht mehr zu verlassen, bevor er Erleuchtung erlangt hätte. 1902 wurde er auf der Kumbh Mela von seinem Meister in den Orden der Sannyasin aufgenommen.
1941 nach Jahrzehnten stiller Einsamkeit nahm Swami Brahmananda Saraswati die Einladung an, der erste Shankaracharya (spiritueller Führer) von Jyotirmath zu werden, nach einer Vakanz von 150 Jahren. Er bekleidete diesen Sitz bis zu seinem Fortgang im Jahre 1953. Adi Shankara (etwa 788–820), der große Erneuerer der Vedischen Tradition des Sanatana Dharma, hatte vier wichtige Schüler, Padma-Pada, Hasta-Malaka, Vartika-Kara und Trotaka, von denen jeder ein Kloster im Norden, Süden, Osten und Westen Indiens begründete. Jyotirmath ist das nördliche Kloster. Die Verehrung, die Brahmananda Saraswati nun zuteil wurde, zeigt sich nicht zuletzt in Titeln wie „Seine Göttlichkeit“ oder „Jagadguru Maharaj“ (wörtlich: Weltenlehrer, Großfürst), die ihm verliehen wurden.
Swami Brahmananda Saraswati war Guru von Maharishi Mahesh Yogi, der kurz vor dessen Amtsantritt sein hingebungsvoller Schüler und später sein persönlicher Assistent wurde. Im Umfeld der von Maharishi begründeten Transzendentalen Meditation wird Brahmananda Saraswati respektvoll „Guru Dev“ genannt.